Die IG+
Aufgaben und Ziele
Die Mitglieder der IG +
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vertreten gemeinsam ihre Interessen sowie die Interessen der mit ihnen zusammenarbeitenden Veranstalter
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führen Gespräche und Verhandlungen mit Institutionen wie der GEMA, Verlagen und anderen Partnern
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bieten hochwertige Produktionen im Bereich Schauspiel und Musiktheater an
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garantieren Vertragssicherheit
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unterstützen Veranstalter bei der Vorbereitung
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übernehmen die technische Abwicklung von Aufführungen
Grundprinzipien
Seit nunmehr fast sechs Jahrzehnten stehen die Mitglieder der Interessengemeinschaft für
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hohe künstlerische Qualität
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partnerschaftliche Zusammenarbeit
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Verlässlichkeit in der Durchführung
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gegenseitiges Vertrauen
Diese Prinzipien bilden auch heute die Grundlage der Arbeit der IG +.
Die IG+ als Verband
Die Interessengemeinschaft deutschsprachiger Tournee- und Privattheater e.V.,
kurz IG+ wurde im Jahr 2023 neu gegründet.
Sie steht jedoch in einer langen Tradition: Bereits seit mehreren Jahrzehnten existierte eine IG Tourneetheater (kurz: IG).
Diese war allerdings kein eigenständiger Verband, sondern eine Fachgruppe innerhalb des größeren Branchenverbands IFSU e.V.
Von der IG zur IG+
Der Branchenfachverband IFSU e.V. wurde 2023 aufgelöst, womit formal auch die IG Tourneetheater erlosch.
Die Mitglieder der heutigen IG + stammen überwiegend aus der früheren IG im IFSU, jedoch nicht ausschließlich.
Daher trägt der neue Verband den Namen IG+ – das „Plus“ steht für die Erweiterung des bisherigen Kreises.
Inhaltlich bleibt die ursprüngliche Grundidee erhalten.
Woher wir kommen
1945 - 1953:
Westdeutsche Kommunen und Bundesländer gründen die heute bekannten Landesbühnen.
1953:
Mit der Gründung des „Grünen Wagens“ in Erlangen entsteht die Unternehmensform, die seitdem Tourneetheater genannt wird. Zu den Ersten gehört auch die „Neue Schaubühne“. Traditionelle Konzertdirektionen wie Schlote (seit 1923) und Landgraf (seit 1945) vermitteln und produzieren schließlich selbst in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Musiktheater.
1958:
Maria Becker gründet mit Robert Freitag die eigene „Schauspieltruppe Zürich“.
August, September 1973:
Maria Becker beschließt mit zwölf Tourneetheatern in München, eine Interessengemeinschaft der deutschsprachigen Tourneetheater (IG) zu gründen. In ihr sollen die Unternehmen vereint sein, die Qualität und Zuverlässigkeit als hohes Ziel ansehen und gemeinsam gegenüber Verlegerverband, GEMA und anderen Einrichtungen zum Wohle ihrer Abnehmer faire finanzielle Bedingungen erreichen wollen. Die IG bildet seitdem eine eigene Gruppe im Internationalen Direktorenverband, der sich ab 1998 Internationaler Fachverband Show und Unterhaltungskunst e.V. (IFSU) nennt. Die IG hat darin ein faktisches Eigenleben, ist rechtlich aber nur eine unselbständige Fachgruppe des IFSU, kein Verband mit eigener Rechtspersönlichkeit.
1980:
Die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen, INTHEGA, gründet sich.
1982, 1983:
In dieser Spielzeit tritt der mit der IG verhandelte einheitliche Gastspielvertrag für Schauspiele in Kraft. Er garantiert mit Verlagen und Künstlern vertraglich abgesicherte Angebote sowie professionelle Arbeitsabläufe bei der Durchführung der Aufführungen vor Ort. Dieser Vertrag wird 1990/1991 und 2012 novelliert.
2020 - 2022:
In der Corona-Pandemiezeit erweist sich der IFSU als zu heterogen und wenig wirkmächtig gegenüber den politischen Entscheidungsträgern. Er wird 2023 aufgelöst, womit formal auch die IG Tourneetheater erlischt.
2023:
Als erstmals eigenständiger Fachverband gründet sich die Interessengemeinschaft deutschsprachiger Tournee- und Privattheater e.V. als IG+ neu.
2024:
Im Lichte dessen wird zum dritten Mal der einheitliche Gastspielvertrag zwischen der INTHEGA und der neuen IG + überarbeitet und aktuellen Bedürfnissen angepasst.
Roland Voges, Februar 2026